Dr. med. Achim Badali
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Die Haut

Als Grenze zwischen einem Menschen und der ihn umgebenden Welt ist die vordringlichste Aufgabe unserer Haut der Schutz vor unserer, zumeist "feindlichen Umgebung". Zudem ist sie unsere direkte Kontaktstelle zur Außenwelt. Als unser größtes Organ bedeckt sie unseren Körper und prägt dadurch unser Aussehen.

Die Sinnesfunktionen unserer Haut sind nicht auf das Erzeugen von Gefühlen beschränkt, vielmehr kann unsere Haut auch "Gefühle zeigen" (vor Schreck erblassen, vor Aufregung oder Scham erröten, vor Angst "Gänsehaut" bekommen). Neben der Schutzfunktion, ist unsere Haut jedoch auch ein gigantischer Filter, der über die Poren tagtäglich bei normaler Belastung unseres Körpers ca. einen halben Liter Wasser ausschwitzt. Unter Extrembelastung können täglich bis zu 10 Liter Flüssigkeit ausgeschwitzt werden. Auch scheidet unsere Haut Medikamente und Giftstoffe aus. Im Umkehrschluss nimmt sie bestimmte Stoffe in den Körper auf, was sich zahlreiche Medikamente zu Nutze machen.

Unter den drei Schichten unserer Haut (Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut) ist die Epidermis (Oberhaut) die dünnste. Die durch hornbildende Zellen (Keratinozyten) produzierten, übereinander gelagerten Hornschüppchen, bilden die Oberfläche der Epidermis. Unsere Oberhaut erneuert sich, ausgelöst duch den Impuls unserer Basalzellen, ständig. Zwischen den Basalzellen (zwischen Ober- und Lederhaut) liegen unsere Pigmentzellen, welche den Farbstoff Melanin bilden. Die Aktivität dieser Zellen wird durch Sonneneinstrahlung oder den Einfluss einer Sonnenbank ausgelöst. Die so entstehende dunkle Pigmentierung schützt unsere darunter liegenden Zellen vor der schädlichen UV-Strahlung. Sommersprossen oder Muttermale bezeichnen eine verstärkte Ansammlung dieser Pigmentzellen, daher sind diese Hautstellen dunkler. Unsere Oberhaut beheimatet auch einen ausgeklügelten Abwehrmechanismus, u. a. in Form der sog. Langerhans-Zellen. Diese markieren alle eindringenden Krankheitserreger oder Schadstoffe und setzen so unser gesamtes Abwehr-/Immunsystem in Gang. Denn erst die als Eindringlinge markierten Fremdkörper können von unseren Fresszellen (Macrophagen) erkannt und somit vernichtet werden.

Die Dermis (Lederhaut) gibt unserer Haut u. a. Elastizität. Sie enthält eine hohe Anzahl an Fasern und Blutgefäßen durch die unsere Haut auch ernährt wird. Als das eingentliche Sinnesorgan unserer Haut ist die Lederhaut, ausgestattet mit zahlreichen Nervenfasern, die Weiterleitungszentrale für Druck, Temperatur, Berührung, Schmerz usw. an unser Gehirn.

Die im Wesentlichen aus Fettgewebe bestehende Subcutis (Unterhaut) dient vornehmlich als Ausgleichszone gegen jegliche mechanische Einwirkungen von außen wie Schläge, Stöße oder Druck. Zudem ist sie eine wirkungsvolle Isolation gegen Kälte. Die geschlechtsspezifische Verteilung des Fettgewebes wird durch unsere Hormone gesteuert, wobei das Fettgewebe selbst auch in der Lage ist, Hormone zu produzieren. In der Unterhaut sitzen zudem unsere Haarwurzeln, Talg- und Schweißdrüsen.